Skip to main content

Ich bau‘ dir ein Schloss

Bestpreisgarantie
Im Schlosshotel Hugenpoet genießen Sie stets unsere besten Angebote und Zimmerpreise, wenn Sie direkt bei uns buchen – sei es über unsere Website oder persönlich am Telefon. Denn wahre Gastfreundschaft beginnt immer im direkten Austausch. Wir versprechen es Ihnen.
Anzahl der Gäste
Gäste

Ich bau‘ dir ein Schloss

Er ist der Schlossherr auf Hugenpoet und tief in die Geschichte des Barockschlosses involviert – Maximilian Freiherr von Fürstenberg. Wir haben ihn besucht und sprachen mit ihm darüber, wie man sich den Bau eines Schlosses im 17. Jahrhundert vorzustellen hat. So viel sei an dieser Stelle schon verraten: Schon damals gab es Kinderzimmer.

Lieber Herr von Fürstenberg, das Schloss in seiner heutigen Form entstand Mitte des 17. Jahrhunderts. Wie hat der Adel damals gebaut? Gab es private Räume, die wie eine Wohnung zusammenlagen?

Ein Schloss ist immer ein repräsentativer Bau. In den unteren Etagen befanden sich daher die großen Salons und Empfangsräume. Die Familie selbst bewohnte auf Hugenpoet die erste Etage mit den eigentlichen Wohnräumen, Gästezimmern und privaten Salons.

In den oberen Geschossen lagen meist kleinere Unterkünfte, vor allem für das Personal, das im Haus tätig war. Die Kellerräume dienten als Wirtschaftsräume, also für Küche, Lager- und Kühlräume sowie weitere Funktionsbereiche.

Welche Materialen wurden verbaut?

Bereits damals gab es Architekten, mit denen der Bauherr, also der jeweilige Eigentümer, Um- und Ausbauten genau abstimmte. Dabei spielte der Zeitgeschmack und die Mode der Epoche eine zentrale Rolle. Im Fall von Schloss Hugenpoet war dies der Barock.

Der Architekt teilte die verschiedenen Gewerke ein und koordinierte sie, ganz ähnlich wie man es auch heute kennt.

Beim Baumaterial griff man überwiegend auf regionale Materialien zurück. Für die Innenräume wurden teilweise auch importierte Materialien verwendet. Verbaut wurden unter anderem Sandstein und Ziegel sowie im Innenbereich Dolomit oder Marmor. In den Nebengebäuden waren die Wände teilweise in Fachwerk ausgeführt, die Böden bestanden in der Regel aus Holz.

Gab es Kinderzimmer?

Ja, es gab Kinderzimmer. Sie befanden sich in der ersten Etage, da dort die Familie lebte. Untergebracht waren sie in den Ecktürmen dieser Etage.

Wie wurde geheizt?

Geheizt wurde zunächst mit Kaminen und sogenannten Bolleröfen. Später kamen Heizkörper hinzu. In den 1950er-Jahren wurden Nachtspeicheröfen installiert. Heute erfolgt die Beheizung des Schlosses über eine Biogasanlage.

Wer kümmerte sich um die Innengestaltung des Neubaus?

Das lässt sich heute nicht mehr genau sagen, da der Bau aus dem 17. Jahrhundert stammt. Allgemein kann man aber davon ausgehen, dass sich die Architekten auch um die Innengestaltung kümmerten. Sie orientierten sich dabei an den Fürstenhöfen und an der jeweiligen Mode der Zeit. Die Architekten machten Vorschläge, aus denen ausgewählt wurde, was letztlich umgesetzt wurde.

Wie tief waren die Bauherren in jener Zeit in den Bau eines Schlosses involviert?

Sehr involviert. Der Bauherr war eng in die Planung eingebunden und traf gemeinsam mit dem Architekten die grundlegenden Entscheidungen.

Auf Schloss Hugenpoet wird Geschichte lebendig.

Als Sie die Schloss Hugenpoet GmbH & Co. KG 2014 übernommen haben, erweiterten Sie das Hotel auf 36 Zimmer. Was waren dabei die größten Herausforderungen?

Die größten Herausforderungen waren der Denkmalschutz, der Brandschutz und der TÜV.

Wie kann man sich den gesamten Projektablauf praktisch vorstellen?

Im Grunde ähnlich wie heute. Es gab eine detaillierte Planung, Abstimmungen mit dem Architekten und eine schrittweise Umsetzung durch die verschiedenen Gewerke.

Welcher Ort auf Hugenpoet ist Ihr Lieblingsort, wo fühlen Sie sich besonders wohl?

Mein Lieblingsort ist der Rote Salon mit den Ahnenbildern. Auch die Kapelle ist mir sehr wichtig, da sich dort ebenfalls die Ahnen befinden und alle meine Kinder dort getauft wurden.